Die Vorgeschichte

Seit 1933 hatte die nationalsozialistische Regierung die jüdische Bevölkerung durch immer neue Gesetze und Verordnungen aus dem gesellschaftlichen Leben verdrängt. Zehntausende verließen das Land, besonders nach den Pogromen im November 1938, dem vorläufigen Höhepunkt der Verfolgungen.

Nachdem die nationalsozialistischen Machthaber am 1. September 1939 den Zweiten Weltkrieg entfesselt hatten, entschieden sie bald, die gesamte jüdische Bevölkerung aus dem Reichsgebiet zu deportieren. Sie galten als „Reichsfeinde“ und wurden gezwungen, in der Öffentlichkeit einen gelben Stern zu tragen. Offiziell hieß es, sie würden „evakuiert“ und zu einem „Arbeitseinsatz“ in den Osten gelangen.

Tatsächlich wartete auf die allermeisten Deportierten der Tod in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslagern, die die deutschen Besatzer in Osteuropa errichtet hatten.

Markthalle Schweine Düsseldorf und seine Bauten 273
Das Innere der alten Markthalle für Schweine - praktisch baugleich mit der Großviehhalle
Quelle: Architekten- und Ingenieurverein zu Düsseldorf: Düsseldorf und seine Bauten, Verlag L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 273