Dokumentation

Winterschool

Bildung vor Ort 2021 workshop6

Projektpräsentationen an der Hochschule

Mo 31. Januar - Fr 04. Februar
Die winterschool ist offen für alle, die den Erinnerungsort und die Hochschule Düsseldorf besser kennen lernen wollen.

Zusammen mit Studierenden aus dem Seminar „Zeichen setzen! Erinnerung-Stadt-Kultur“ laden wir eine Woche lang ein zur Winterschool auf dem Campus der Hochschule Düsseldorf.
In Workshops, Ausstellungen, Audio-Walks, Kinoräumen und Kurzvorträgen beschäftigen wir uns mit der Geschichte und Gegenwart des Erinnerungsortes. Dabei geht es zum einen um die historischen Verbrechen am Düsseldorfer Schlachthof und um die Schicksale derer, die über diesen Ort verschleppt wurden.

Zum anderen geht es um die Frage, wie wir uns heute an diese Verbrechen erinnern und wie wir Ideologien der Ungleichheit, wie Antisemitismus und Rassismus, jetzt begegnen können. Ein konkretes Programm erscheint im Januar auf unserer Website.

  

Oral History Edition: Ursula Pawel

Die Studierenden Joshua Paul, Nadia Rhouzzal und Valeriya Serebryanska editierten ein fast sechsstündiges Video-Interview mit der Holocaust-Überlebenden Ursula Pawel aus dem Bestand des United States Holocaust Memorial Museum in Washington, um es für den Einsatz in der Ausstellung des Erinnerungsortes Alter Schlachthof und in der Bildungsarbeit einsetzen zu können. Dazu kürzten sie das Videomaterial auf einen Umfang von 30 Minuten und setzen dabei einen inhaltlichen Fokus auf Ursula Pawels Jugend in Düsseldorf und die Umstände der Deportation über den Düsseldorfer Schlachthof. Zudem ergänzten sie das englischsprachige Interview mit deutschsprachigen Untertiteln und verfassten sie Biogramme von Ursula Pawel, ihrem Bruder Walter Lenneberg  und ihren Eltern Lina und Otto Lenneberg  für das Digitale Archiv des Erinnerungsortes Alter Schlachthof. Yasar Emin Uzun transkribierte außerdem einen Teil des Tagebuchs, das Ursula Pawel nach 1945 verfasste. Ein besonderer Dank gilt Yonca Ilbayi, die das umfangreiche Transkript des Interviews ins Deutsche übersetzte. Das United States Holocaust Memorial Museum in Washington hat ihre Arbeit bereits auf seiner Website zugänglich gemacht. Ein Projekt im Rahmen des Seminars Zeichen setzen! Erinnerung.Stadt.Kultur. im Sommersemester 2021.

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Zeitfenster: Miriam Skopf

Das „Zeitfenster Miriam Michaelis Levin“ ist noch bis Ende August 2021 auf dem Campus der Hochschule Düsseldorf zu sehen. Es wirft einen Blick auf die Geschichte der Holocaust-Überlebenden Miriam Michaelis Skopf, geb. Levin (19.05.1928 - 03.03.2013). Sie wuchs in Düsseldorf auf, erlebte die Pogromnacht und wurde danach von ihrer Mutter zum Schutz in die Niederlande gebracht. Später versuchte ihre Mutter mit ihr und ihren Schwestern auf der St. Louis nach Kuba zu entkommen, doch sie mussten nach Europa zurückkehren... ihre Erlebnisse wurden von Studierenden aufgegriffen, künstlerisch bearbeitet und im Fenster der Studierendenvertretung sichtbar und zugänglich gemacht.

Die Konzeption, Kurzbiografie  und Gestaltung entwickelten Ana Gropp-Kondic, Angelique Bergmann, Nadja Rohde-Vormann, Philippa Schweder, Fiona Gdaniec, Dennis Lohmann und Melisa Kurt. Ein QR-Code im Ausstellungsfenster führt zur Kurzbiografie von Miriam Michaelis Skopf, geb. Levin. Ein Projekt im Rahmen des Seminars Zeichen setzen! Erinnerung.Stadt.Kultur.  im Sommersemester 2021.



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Weitere Beiträge ...

  1. Video Dokumentationen

BKM 2017

Mit Förderung durch das BKM-Programm „Jugend erinnert“ entwickeln wir seit 2020 neue historisch-politische Bildungsformate – also Bildung vor Ort. Unsere Angebote richten sich nicht nur an Studierende der Sozialen Arbeit/ Sozialpädagogik der Hochschule Düsseldorf. Angesprochen sind auch Multiplikator*innen und alle Engagierten, die sich im Feld NS-Gedenkstättenarbeit inhaltlich und methodisch fortbilden und qualifizieren möchten. Außerdem bieten wir für Angehörige und Auszubildende der Polizei sowie der Verwaltung spezialisierte Fortbildungen an. Ziel ist es, gemeinsam eine aktive und partizipative Erinnerungskultur zu gestalten, die in die Gegenwart hineinwirkt und Rassismus und Antisemitismus etwas entgegensetzt.  Weitere Informationen und Anmeldung:

Sabine Reimann
Projektstelle „Bildung vor Ort“
Erinnerungsort Alter Schlachthof
Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus
Münsterstraße 156, Geb. 3 / 5. 014
40476 Düsseldorf
Tel.:  +49/(0)211/4351-3673
sabine.reimann@hs-duesseldorf.de