Fortbildungen

Gedenkstättenfahrten leiten & begleiten

20201001 134341– Online-Fortbildung -

in Kooperation mit dem DGB-Bildungswerk NRW

Di 08. März – Do 10. März je 14.30 – 17.00

 

Anmeldung:
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Die Fortbildung richtet sich an Leitungen von Gedenkstättenfahrten, an Lehrer*innen und Pädagog*innen, die mit ihren Schüler*innen Gedenkorte besuchen, an Kolleg*innen in Betrieben, Verwaltungen oder bei einer Gewerkschaft, die Gedenkstättenfahrten, z.B. mit Auszubildenden, organisiert sowie an Menschen aus Organisationen und Weiterbildungseinrichtungen, die hier engagiert sind.

Wer Gedenkstättenfahrten an Orte von Nazi-Verbrechen plant, steht häufig vor organisatorischen, fachlichen und persönlichen Herausforderungen. Die Fortbildung bietet die Gelegenheit, sich in einem kollegialen Umfeld darüber auszutauschen.

An drei Nachmittagen beschäftigen wir uns nacheinander mit der Vorbereitung, der Durchführung und der Nachbereitung von Fahrten zu diesen „verunsichernden Orten“. Dabei diskutieren wir Fragen wie: Welche Gedenkstätte – lokal oder überregional – ist für meine Lerngruppe besonders geeignet? Wie kann ich den Besuch inhaltlich und organisatorisch optimal vorbereiten? Wie gestalte ich das „vor Ort sein“ und das eigentliche Gedenken? Und danach? Wie kann ich so eine Fahrt gelungen nachbereiten und mit aktuellen Gegenwartsfragen verknüpfen? Die Fortbildung gibt außerdem Impulse zu aktuellen Forschungsfragen aus der Gedenkstättenpädagogik, liefert konkrete Beispiele aus der Praxis und stellt vielfältige Methoden für die partizipative Gestaltung von NS-Gedenkstättenfahrten vor.

Die Online-Fortbildung besteht aus drei Modulen:

– Modul 1: Gut vorbereitet: Eine Gedenkstättenfahrt planen.

– Modul 2: Vor Ort sein: Lernen & Gedenken.

– Modul 3: Was bleibt? Eine Nachbereitung von der Geschichte in die Gegenwart. 

Die Module bauen inhaltlich aufeinander auf, die Belegung aller drei Module ist also unbedingt empfehlenswert. Die Belegung einzelner Module ist dennoch möglich.

Leitung: Sabine Reimann 

 

Qualifikation zum Guide

Bildung vor Ort 2021 workshop4Sa 12. März & So 13. März
je 10.00 -17.00
+ Hospitation


Anmeldung:
Kurzes Motivationsschreiben.
Auch Menschen, die nicht an der HSD studieren, können sich bewerben!
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Die Idee der „Qualifikation zum Guide“ ist die Weitergabe von Wissen von Studierende an Studierende. Eine Kombination aus Wissensvermittlung, Selbststudium und Hospitation qualifiziert dazu, individuelle Führungen zu gestalten und eigene erinnerungskulturelle Projekte zu entwickeln. Nach erfolgreicher Teilnahme können in Absprache auf Honorarbasis eigene peer-to-peer-Rundgänge anbieten.

Wir arbeiten praxisorientiert und beziehen Ihre individuellen Interessen und Kompetenzen mit ein, Diversität und Multiperspektivität sind uns wichtig. Als interdisziplinäres Angebot vermitteln wir Inhalte aus den Feldern der Geschichtswissenschaften, der historisch-politischen Bildung sowie Museums- und Gedenkstättenpädagogik. Wir wünschen uns die Teilnahme an beiden Seminartagen, die Bereitschaft sich Wissen auch eigenständig anzueignen, Zuverlässigkeit und ein kurzes Motivationsschreiben.

Leitung: Sabine Reimann 

 

Einmal Heldin oder Held sein?

Bildung vor Ort 2021 workshop5

Fr, 29. April & Fr, 6. Mai 

je 10.00 – 16.30
Bildungstag am Erinnerungsort Alter Schlachthof / HSD

& 18:00 – 19:30: 
Performance aktion:aktion! am Jürgensplatz in Düsseldorf-Bilk

Ein Kunst- und Bildungsprojekt zu Verantwortung, Macht und Verwaltungshandeln in Geschichte und Gegenwart im Kontext von Rechtsextremismus und Demokratielernen in einer Kooperation von Theaterkollektiv Pièrre.Vers, dem Erinnerungsort Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf, dem Polizeipräsidium Düsseldorf, gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung. 

Zielgruppe 

Eingeladen sind Polizist*innen, Angehörige der Justizvollzugsbehörden, der Stadtverwaltung und Studierende der Hochschule Düsseldorf, die sich im Bereich Demokratiebildung qualifizieren möchten. Gewünscht sind viele unterschiedliche Perspektiven aus verschiedenen Berufsfeldern mit hoher gesellschaftlicher Verantwortung. 

Diese innovative Fortbildung verknüpft einen historisch- politischen Bildungstag am Erinnerungsort Alter Schlachthof mit dem abendlichen Besuch der Performance aktion:aktion! über die Aktion Rheinland, die am historischen Schauplatz gespielt wird: dem Hof des alten Polizeipräsidiums am Düsseldorfer Jürgensplatz. 

Am Tag der Aufführung treffen wir uns auf dem Campus der HSD in Düsseldorf Derendorf und starten mit einer dialogischen Führung. Im Fokus stehen Fragen, die auch das Theater- stück am Abend aufwirft: Welche Handlungsspielräume gab es? Wer erfüllte einen „Dienst nach Vorschrift“, verließ sich auf Befehl und Gehorsam, und trug zum reibungslosen Ablauf der Verfolgung bei? Welche Macht hatten die Täter und Täterinnen in Uniform, aber auch die, die an den Schreibtischen saßen? Und wer nutzte Handlungsspielräume, um zu helfen? 

Im anschließenden Workshop arbeiten wir mit historischen Quellen an konkreten biografischen Beispielen von Düsseldorfer Polizisten, von Angestellten der Stadtverwaltung und dem Fürsorgeamt. Nach einer Pause bildet die Aufführung aktion:aktion! den Höhepunkt des Tages. Die Performance endet mit einer Diskussion zwischen dem Publikum, den Schauspieler*innen, dem Regisseur Christof Seeger- Zurmühlen, der Historikerin Sabine Reimann und dem Düsseldorfer Polizeihauptkommissar Dirk Sauerborn. 

Ziel 

Ziel ist es, durch die Beschäftigung mit den historischen Verbrechen vor 76 Jahren einen individuellen Bezug zur Gegen- wart zu erarbeiten. Was bedeutet diese Geschichte für mein eigenes Handeln heute, und für meinen Beruf? Wie kann ich Haltung beziehen, wenn mir Rassismus und Rechtsextremismus begegnen? Durch den interdisziplinären Zugang wird der Austausch zwischen den Berufsgruppen gefördert. 

Der Eintritt zur Performance ist für Teilnehmende des Bildungstages kostenlos. Im Anschluss an den Bildungstag wird ein Teilnahmezertifikat ausgestellt.

  

BKM 2017

Mit Förderung durch das BKM-Programm „Jugend erinnert“ entwickeln wir seit 2020 neue historisch-politische Bildungsformate – also Bildung vor Ort. Unsere Angebote richten sich nicht nur an Studierende der Sozialen Arbeit/ Sozialpädagogik der Hochschule Düsseldorf. Angesprochen sind auch Multiplikator*innen und alle Engagierten, die sich im Feld NS-Gedenkstättenarbeit inhaltlich und methodisch fortbilden und qualifizieren möchten. Außerdem bieten wir für Angehörige und Auszubildende der Polizei sowie der Verwaltung spezialisierte Fortbildungen an. Ziel ist es, gemeinsam eine aktive und partizipative Erinnerungskultur zu gestalten, die in die Gegenwart hineinwirkt und Rassismus und Antisemitismus etwas entgegensetzt.  Weitere Informationen und Anmeldung:

Sabine Reimann
Projektstelle „Bildung vor Ort“
Erinnerungsort Alter Schlachthof
Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus
Münsterstraße 156, Geb. 3 / 5. 014
40476 Düsseldorf
Tel.:  +49/(0)211/4351-3673
sabine.reimann@hs-duesseldorf.de