Bildungspartnerschaft mit dem Luisen-Gymnasium Düsseldorf
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- Erstellt: Donnerstag, 06. Juni 2024 15:44
Wir freuen uns über eine weitere Bildungspartnerschaft! Am heutigen Tag haben an der Hochschule Düsseldorf die Schulleiterin des Luisen-Gymnasiums, Gabriele Patten, und unsere Präsidentin, Prof. Dr. Edeltraud Vomberg, die Bildungspartnerschaft offiziell unterzeichnet. Schüler*innen und Schüler des Luisen-Gymnasiums besuchen schon seit einiger Zeit den Erinnerungsort und begeben sich auf die Spuren der jüdischen Menschen, die vom damaligen Düsseldorfer Schlachthof deportiert worden sind, oder beschäftigen sich mit Geschichten von Emigration und Flucht.
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Über 11.000 deutsche Juden überlebten den Holocaust, weil sie mit nichtjüdischen Partner:innen verheiratet waren. Deswegen nahm das NS-Regime sie von zentralen Verfolgungsmaßnahmen, Deportation und Vernichtung aus. Im Sprachgebrauch der Nazis galten sie daher als „privilegiert“. Dennoch war die „Mischehe“ keine Garantie für ein Überleben. Vor allem lokale Behörden gingen immer radikaler gegen die „Mischehen“ vor. Viele Betroffene verloren dadurch nicht nur ihre Existenzgrundlage, sondern oft auch Freiheit und Leben. Im Regierungsbezirk Düsseldorf etwa wurden die jüdischen „Mischehe“-Partner:innen im September 1944 doch noch deportiert. Im Zentrum von Maximilian Strnads Studie stehen die Handlungsräume der verschiedenen Familienmitglieder.
