Neues Forschungsprojekt: "Trauma-Sensibilität in der historisch-politischen Bildungsarbeit an NS-Gedenkstätten" seit 1. April 2026
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- Erstellt: Donnerstag, 16. April 2026
Dank der Förderung der Landeszentrale für politische Bildung können wir an einem uns wichtigen Thema arbeiten. Mit unserem Projekt „Trauma-Sensibilität in der historisch-politischen Bildungsarbeit an Gedenkstätten“ möchten wir die Bildungsarbeit durch qualitative Forschung zu diesem Thema weiterentwickeln – sie (noch) stärker an den unterschiedlichen Bedürfnissen und Erfahrungen, Zugehörigkeiten und Positioniertheiten unserer Teilnehmenden, aber auch der in der pädagogischen Praxis Tätigen, ausrichten – und die Kompetenz „Trauma-Sensibilität“ von Mitarbeitenden an diesen Orten stärken.
Geplant sind unter anderem Expert*innen-Interviews und die Ausrichtung eines Fachtags im Jahr 2027.
Im Fokus stehen folgende Fragen:
Wie können wir unsere Inhalte so gestalten, dass sie die Grausamkeit und das Unrecht der historischen Ereignisse angemessen vermitteln, ohne dabei die Gefahr einer Retraumatisierung – insbesondere bei Überlebenden, Nachfahren oder anderen Betroffenen von Gewalterfahrungen – zu erhöhen?
Wie können wir unsere Bildungsangebote so konzipieren, dass sie den Schutz von Teilnehmenden vor Überwältigung/Retraumatisierung etc. ernst nimmt und Räume für Reflexion und (emotionale) Verarbeitung bietet? Was braucht es dafür und wo liegen Grenzen der Bildungspraxis vor Ort?
Wie können wir Trigger für Betroffene erkennen, vermeiden und mit ihnen umgehen?
Wie können wir im Falle einer Retraumatisierung einer teilnehmenden (oder mitarbeitenden) Person angemessen reagieren und eine wirksame Nachsorge gewährleisten? Wo liegen die (strukturellen und professionellen) Grenzen der Nachsorge seitens der Gedenkstätte?
Wie können wir Bildner*innen an Gedenkstätten auf Trauma-Sensibilität im Umgang mit Teilnehmenden aber auch selbstschützend weiterbilden?
Wir freuen uns sehr auf den Austausch darüber und halten die Öffentlichkeit über unsere Webseite und unseren Instagram-Account (erinnerungsort_duesseldorf) über den Projektverlauf auf dem neuesten Stand.
Das Forschungsprojekt läuft bis Ende Juni 2027.
Kontakt für Anfragen: Eva Piňosová (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Erinnerungsort Alter Schlachthof)
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