+++ FÄLLT AUS!! +++ Düsseldorf – Theresienstadt. Gespräch mit der Zeitzeugin Edith Bader-Devries (20.4.2017)

Edith+++ Die Veranstaltung muss leider entfallen. Sie wird nachgeholt, ein neuer Termin steht aber noch nicht fest! +++

Als kleines Mädchen von 6 Jahren wurde Edith Devries am 25. Juli 1942 zusammen mit ihren Eltern von Weeze nach Theresienstadt deportiert. Die Nacht vor der Abfahrt vom Güterbahnhof Derendorf musste die Familie zusammen mit den anderen jüdischen Menschen in der Großviehhalle des Düsseldorfer Schlachthofes verbringen. Hier wurde im Februar 2016 der Erinnerungsort Alter Schlachthof auf dem neuen Campus der Hochschule Düsseldorf eröffnet.

Edith und ihre Eltern überlebten im Ghetto Theresienstadt unter schrecklichen Bedingungen, viele andere Familienmitglieder wurden ermordet. Nach der Befreiung kehrte Familie Devries in ihren Heimatort Weeze zurück. Edith Bader-Devries ist eine der wenigen Überlebenden, die heute noch selbst berichten können. 2008 veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrer Tochter Ruth ihre Autobiographie unter dem Titel "Nicht mit zu hassen, mit zu lieben bin ich da."

Eine Veranstaltung der Evangelischen Studierenden-Gemeinde in Kooperation mit dem Erinnerungsort Alter Schlachthof und FORENA, Hochschule Düsseldorf (Veranstaltungsflyer)

Datum: Donnerstag, 20.04.2017, 19.00 Uhr
Ort: Christuskirche, Kruppstr. 11 (40227 Düsseldorf)

Eintritt: Frei

"Du würdest nie das richtige Leben hier aus Worten verstehen können, niemand..." Ernst Krombach im "Transitghetto" Izbica (Vortrag Joachim Schröder, 3.4.2017)

Krombach Ernst Abb 01  jugend1918 Marianne EllenbogenVor 75 Jahren begannen die deutschen Besatzer, die jüdische Bevölkerung in Polen systematisch zu ermorden („Aktion Reinhardt“). Hunderttausende Menschen wurden aus den Ghettos in die eigens eingerichteten Mordlager verschleppt, nach Treblinka, Sobibór und Bełżec. Diese Orte sind heute nur wenigen ein Begriff. Auch ist kaum bekannt, dass zehntausende deutsche Jüdinnen und Juden Opfer dieser Mordaktion wurden. Sie waren zwischen März und Juni 1942 in die Region Lublin verschleppt worden, darunter fast 2.000 Menschen aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf.

Am 22. April 1942 verließ der Deportationszug Da 52 den Derendorfer Güterbahnhof Richtung Lublin. Unter ihnen: der 20jährige Essener Ernst Krombach. Seine Verlobte, Marianne Strauß, hatte er nur mit Mühe davon abhalten können, ihn freiwillig zum vorgeblichen „Arbeitseinsatz im Osten“ zu begleiten. Er überlebte den Holocaust nicht. Wo und wie Ernst Krombach zu Tode kam, ist ungewiss. Seine heimlich aus dem Ghetto geschmuggelten Briefe an Marianne indes sind bis heute einzigartige Lebenszeichen aus dem „Transitghetto“ Izbica. Anhand seiner Biographie schildert Joachim Schröder den Ablauf der Deportation, die ihren Ausgang am Düsseldorfer Schlachthof nahm. Skizziert werden sowohl die Lebensverhältnisse in Izbica als auch die Grundzüge der „Aktion Reinhardt“.


Veranstalter*innen: Erinnerungsort Alter Schlachthof, Projekt Erinnerungs- und Lernort des AStA der HSD, Antifaschistischer Arbeitskreis an der HSD, Arbeitskreis Gedenkstättenfahrten, Butze, ZAKK
Flyer zur Veranstaltung


Datum: Montag, 03.04.2017, 19.30 Uhr
Ort: Hochschule Düsseldorf, Münsterstraße 156, Geb. 3, R. 1.001
Eintritt: frei

Unterkategorien

 

 

pressespiegel

 

archiv