Irene Dänzer-Vanotti: Deportiert nach Minsk. Das Leben der jüdischen Ärztin Hedwig Jung-Danielewicz (19.1.2017)

Hedwig Jung-Danielewicz

Vor 75 Jahren, am 10.11.1941, wurden fast 1.000 jüdische Frauen, Männer und Kinder über den Düsseldorfer Schlachthof in das Ghetto Minsk deportiert - unter ihnen die Ärztin Hedwig Jung-Danielewicz (1880-1942). Sie gehörte zu wenigen Frauen der Kaiserzeit, die ein Medizinstudium absolvierten – in Düsseldorf eröffnete sie 1911 als erste Frau überhaupt eine Privatpraxis. Im Ghetto von Minsk arbeitete Hedwig Jung-Danielewicz als Krankenbetreuerin und versuchte mutig zu helfen, wo es ging. Mit Hilfe eines Wehrmachtsangehörigen gelang es ihr, Lebensmittel und Medikamente ins Ghetto zu schmuggeln. Die Journalistin Irene Dänzer-Vanotti zeichnet die einzelnen Stationen des Lebens der Ärztin Hedwig Jung-Danielewicz nach und gibt einen Einblick in ihr Wirken.

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Studienfahrt: Vergessene Orte des Holocausts in Ostpolen (29.04.-04.05.2017)

Auf den Spuren der Deportationen in den Distrikt Lublin im Frühjahr 1942

Im März 2017 jährt sich zum 75. Mal der Beginn der systematischen Ermordung der jüdischen Bevölkerung im besetzten Polen – später als „Aktion Reinhardt“ bezeichnet. Hunderttausende Männer, Frauen und Kinder wurden aus den Ghettos in die eigens eingerichteten Mordlager verschleppt: Treblinka, Sobibór, Bełżec. Anders als Auschwitz, dem internationalen Symbol für den Holocaust, sind diese Tatorte heute nur wenigen ein Begriff. So ist kaum bekannt, dass auch zehntausende deutsche Jüdinnen und Juden Opfer dieser Mordaktion wurden. Sie waren zwischen März und Juni 1942 aus dem Deutschen Reich in die Region Lublin verschleppt worden. Darunter befanden sich drei Transporte aus den Regierungsbezirken Düsseldorf und Arnsberg. Fast 2.000 Menschen wurden von Düsseldorf aus in das Ghetto Izbica und das Vernichtungslager Sobibór deportiert, weitere 800 Menschen aus Dortmund in das Ghetto in Zamość.

Abb 04 Sobibor BhfDie Reise ist ein Kooperationsprojekt des Erinnerungsortes Alter Schlachthof der Hochschule Düsseldorf mit dem Bildungswerk Stanislaw Hantz und der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund e.V. Auf der Reise besuchen wir die Gedenkstätten der Lager in Majdanek, Sobibór und Bełżec. Außerdem erkunden wir Lublin und die Orte der ehemaligen Ghettos in Izbica und Zamość. Zusätzlich vermitteln wir Basiswissen für eigene Projekte und Kontakte zu lokalen AkteurInnen der Erinnerungsarbeit. Im Vorfeld der Fahrt werden die TeilnehmerInnen in je einer Informationsveranstaltung in Dortmund/Düsseldorf auf die Fahrt vorbereitet. Der Termin der Veranstaltungen wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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